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Nichts für Pfeifen

Der Beruf Orgel- und Harmoniumbauer

Von der Bestellung bis zum Konzert kann es mehrere Jahre dauern. Orgel- und Harmoniumbauer ist kein Beruf für Hektiker. Doch auch hier gibt es Termindruck. Präzision muss trotzdem sein, damit der Klang stimmt.

"Königin der Instrumente"

Für Mozart war die Orgel die "Königin der Instrumente". Warum der Komponist ausgerechnet ihr die Krone aufsetzte, erklärt Gesa Graumann, Orgel- und Harmoniumbauerin: "Die Orgel ist das Instrument mit dem größten Tonumfang und den meisten Klangfarben. Es ist technisch komplex und nimmt viel Raum ein."

Erfahrung macht den Orgelbauer

Die Ausbildung zum Orgel- und Harmoniumbauer dauert dreieinhalb Jahre. "Nach der Ausbildung geht das Lernen weiter", sagt Gesa Graumann, die seit 1994 bei Orgelbau Klais in Bonn arbeitet. Denn der größte Schatz der Orgelbauer ist ihre Erfahrung. "Wir lernen von älteren Kollegen. Aber auch durch die Restauration alter Instrumente gewinnen wir neue Erkenntnisse." Schon als Kind liebte die heute 40-Jährige den Klang von Orgeln. "Ohne persönlichen Bezug findet fast niemand zu diesem Beruf", so Graumann.

Herzblut muss sein

Zweimal im Jahr besuchen die Auszubildenden für sechs Wochen die Berufsschule für Orgel- und Harmoniumbauer in Ludwigsburg. Viele Orgelbauer arbeiten im Ausland. In China ist zurzeit der Bedarf an neuen Orgeln sehr groß. Gesa Graumann sagt: "Das Planen, Bauen und Stimmen einer Orgel – all das kann man lernen. Aber das Herzblut für diesen Beruf und die Flexibilität müssen die Auszubildenden schon mitbringen."

Foto: Oliver Hartmann / Archiv Klais